Vai al contenuto
HoriSol

Questa pagina non è ancora disponibile in questa lingua. Stai vedendo la versione originale.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Kurze Antwort: Ja, meistens. An einem halbwegs sonnigen Standort amortisiert sich ein Balkonkraftwerk heute typischerweise in 3 bis 6 Jahren — bei einer Lebensdauer der Module von 20 Jahren und mehr bleiben danach viele Jahre echter Gewinn. Die ehrliche Einschränkung: Das gilt für den unverschatteten Balkon. Ob sich ein Balkonkraftwerk an deinem Balkon lohnt, entscheidet fast immer die Verschattung — und genau die lässt sich messen.

Wie rechnet sich ein Balkonkraftwerk konkret?

Die Grundrechnung ist einfach:

  • Anschaffung: Ein komplettes Balkonkraftwerk mit 800 W Wechselrichterleistung und zwei Modulen kostet heute etwa 300–600 € (ohne Halterung und Montage).
  • Theoretischer Ertrag: An einem guten, unverschatteten Süd-Standort in Deutschland liefern 800–1000 Wp etwa 600–900 kWh pro Jahr.
  • Eigenverbrauch: Nur der Strom, den du selbst verbrauchst, spart Geld — Überschuss geht in der Regel unvergütet ins Netz. Realistisch sind je nach Verbrauchsprofil 60–80 % Eigenverbrauchsquote.
  • Ersparnis: Bei einem Strompreis um 0,35 €/kWh entspricht das grob 130–250 € pro Jahr.

Daraus ergibt sich die typische Amortisation von 3–6 Jahren. So weit die Theorie — und hier hören die meisten Online-Rechner auf.

Warum sagen Online-Rechner nur die halbe Wahrheit?

Standard-Web-Rechner (etwa der Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin oder PVGIS direkt) rechnen mit Laborbedingungen: freier Horizont, keine Hindernisse. Das ist als erste Orientierung nützlich — Phase 1 der Planung.

Reale Balkone sind aber selten Labor: Bäume, Nachbargebäude, Dachüberstände, Balkonbrüstungen und Hauskanten werfen Schatten, oft genau in den ertragreichen Stunden. Je nach Standort gehen dadurch 20–60 % des theoretischen Ertrags verloren. Ein Balkonkraftwerk, das sich auf dem Papier in 4 Jahren rechnet, kann sich real erst nach 10 Jahren rechnen — oder umgekehrt: Ein vermeintlich ungünstiger Ost-Balkon kann besser abschneiden als gedacht, weil er morgens völlig frei steht.

Die entscheidende Frage ist also nicht „Was liefert ein Balkonkraftwerk in meiner Region?”, sondern „Was liefert ein Balkonkraftwerk an genau diesem Balkon?”

Wie misst man den echten Ertrag des eigenen Balkons?

Das ist Phase 2 der Planung — und der Punkt, an dem HoriSol ansetzt. HoriSol ist eine iOS-App, die die Verschattung nicht schätzt, sondern misst:

  1. Du fotografierst den Horizont vom Balkon aus — Kamera und Kompass vermessen dabei die Horizontlinie mit allen Hindernissen.
  2. HoriSol simuliert den Sonnenstand für jede Stunde des Jahres und prüft, wann die Sonne hinter einem Hindernis verschwindet.
  3. Als Ergebnis bekommst du den realen Jahresertrag in kWh, die Ersparnis in Euro, die Amortisationszeit und die CO₂-Einsparung — inklusive der tatsächlichen Verschattungsverluste.

Die Messung dauert etwa 2 Minuten und läuft komplett offline auf dem iPhone. So weißt du vor dem Kauf, ob sich das Balkonkraftwerk an deinem Standort lohnt — und welche Ausrichtung und Neigung am meisten bringt.

Auf welchen Daten basiert die Berechnung?

HoriSol rechnet nicht mit Faustregeln, sondern mit den Datensätzen anerkannter Institutionen: NOAA-Sonnenmathematik für den stündlichen Sonnenstand, Einstrahlungsdaten von JRC PVGIS (EU-Kommission), NASA POWER und NREL PVWatts. Die vollständige Methodik mit allen Modellannahmen ist in der Methodik-Dokumentation offengelegt.

Häufige Fragen zur Wirtschaftlichkeit

Wie schnell amortisiert sich ein Balkonkraftwerk?

An einem guten Standort typischerweise in 3 bis 6 Jahren. Bei starker Verschattung kann sich die Amortisationszeit auf 10 Jahre und mehr verlängern — deshalb lohnt es sich, die Verschattung vor dem Kauf zu messen, zum Beispiel mit HoriSol.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk auch bei Teilverschattung?

Oft ja — aber pauschal lässt sich das nicht sagen. Je nachdem, wann und wie lange Bäume, Nachbargebäude oder Dachüberstände Schatten werfen, gehen 20 bis 60 Prozent des theoretischen Ertrags verloren. HoriSol vermisst die tatsächliche Verschattung per Kamera und Kompass und rechnet sie stundengenau in die Ertragsprognose ein.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk am Nordbalkon?

Ein reiner Nordbalkon liefert grob nur ein Drittel bis die Hälfte des Ertrags einer Südausrichtung und lohnt sich meist nur bei sehr günstiger Anschaffung und freiem Horizont. Ost- oder Westbalkone sind dagegen oft besser als ihr Ruf: Sie produzieren morgens bzw. abends — genau dann, wenn in vielen Haushalten tatsächlich Strom verbraucht wird.

Wie finde ich heraus, was mein Balkon wirklich liefert?

Mit einer Verschattungsmessung direkt am Standort. HoriSol fotografiert den Horizont per Kamera und Kompass, simuliert den Sonnenstand für jede Stunde des Jahres und berechnet daraus Jahresertrag, Ersparnis und Amortisationszeit — in etwa 2 Minuten.


Bereit für die ehrliche Zahl? HoriSol im App Store laden und den realen Ertrag deines Balkons messen — kostenlos, offline, ohne Konto.